Heiko Liebold & Christof Becker

Heiko Liebold

Heiko Liebold, Jahrgang 1964, geboren in Erfurt, Ausreise in den Westen 1983. Seit 1989 Beschäftigter der St. Laurentius-Werkstätte Hagen. Mitglied und ehrenamtlicher Mitarbeiter des Wuppertaler Straßenbahnmuseums. Sammlung von Bildern, Bildbänden und DVDs aus dem Themenfeld “Eisenbahn”. Freie künstlerische Arbeiten (Collagen, Objekte, Inszenierungen) zum Thema Historische Eisenbahn und Bahnverkehr.

Christof Becker

Dipl. Des. Christof Becker, geboren in Hagen, Studium des Kommunikationsdesign in Wuppertal, Abschluss mit Auszeichnung. Von 2004–2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für angewandte Kunst- und Bildwissenschaften der Universität Wuppertal. Lehrtätigkeit im Fachgebiet Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität. Auszeichnungen u.a. von der Stiftung Buchkunst. Schönste Deutsche Bücher 2007/2009 und Preisträger des DAM Architekturbuchpreises 2009. Freie künstlerische Arbeiten im Bereich Inszenierte Fotografie. Lebt und arbeitet in Wuppertal.

2 Antworten auf Heiko Liebold & Christof Becker

  1. Christof Becker sagt:

    Die Reise nach Berlin war für Heiko ein wichtiges Ereignis. Er berichtet der sozialen Begleitung in der Werkstätte, in der er tätig ist, täglich von seinen Eindrücken aus Berlin.
    Die Galerie Schuster war ein toller Ort für die gut strukturierte Ausstellung. Insgesamt bekam man am Ausstellungsabend tatsächlich das Gefühl, am Hotspot der Galieren-Szene in Berlin zu sein.
    Rückfragen gab es bisher keine. Wir würden aber jederzeit wieder und sehr gerne bei bKunst mitwirken.

  2. „Das war meine Idee“
    Nun bin ich hier auf dieser Vernissage gelandet, mitten in Berlin, der Stadt der Kreativität, der bunten Gegensätze und des Mutes, immer wieder neues auszuprobieren.

    Hier passt sie hin: Die Kunstaustellung des Projektes b.kunst der Caritas. Nicht in einer Sparkassenfiliale oder in der Mensa einer Hochschule. Nein, mittedrin in der Kunstszene, in einem modernen, schönen und inspirierenden Atelier.

    Die Künstler sind alle da. Und sie sind stolz und glücklich! 1 Jahr haben sie im künstlerisch-kreativen Dialog zwischen Menschen mit und ohne Behinderung geniale Kunstwerke geschaffen, die nun im Blitzlichtgewitter präsentiert werden. Staunend gehe ich von Kunstwerk zu Kunstwerk, und ertappe mich dabei, wie ich denke: „Wie in einer echten Ausstellung“.
    – Es IST eine echte Ausstellung!

    Einer der Künstler ist Heiko Liebold. Er ist bekannt am Bahnhof in Hagen, wo er nach seiner Arbeit in der St. Laurentius-Werkstätte Hagen täglich die einfahrenden Züge beobachtet. Er ist der Experte. Er kennt alle Züge mit Namen, alle Fahrpläne. Er ist Eisenbahnfan seit 40 Jahren. Und es war seine Idee: Dieses Foto von sich, im Hintergrund der für einen kurzen Augenblick innehaltende ICE. Dahinter ein Regionalexpress. Genau dieser Moment, genau dieser Lichteinfall, genau diese Haltung. Er und der Zug sind für einen kurzen Moment ein Ganzes. Genial fotografiert von Christof Becker, dem künstlerischen Partner. Sie kennen sich gut und schätzen sich sehr. Das merkt man sofort, wenn man mit beiden spricht.

    Nun ist Heiko Liebold einer der 19 Stars der Vernissage. Bescheiden und mit sanfter Stimme erzählt er von seiner Leidenschaft Eisenbahn, den mit Zügen vollbeklebten Koffer fest in der Hand haltend. „Es war meine Idee“ sagt er noch einmal, fast um sich zu vergewissern, dass das wirklich wahr ist.
    Kein Mensch ist perfekt… aber es gibt eben Augenblicke, die einfach perfekt sind.

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